|
Die erste Baugruppe, die zusammen gefügt wird, ist
das Rumpfmittelteil. Als
nächstes sind die Tragflächen dran, die in einer Helling montiert
werden, um
eine Verwindung zu vermeiden. Bei der Höhenflosse des Prototyps haben
wir
zunächst auf die Helling verzichtet und stellten prompt eine leichte
Schränkung fest, die dann korrigiert werden musste. Bei der Endmontage
des
Rumpfes waren wir schlauer und konstruierten eine rollbare Helling aus
geschweißtem Stahlrohr mit präzise festgelegten Befestigungspunkten,
an
denen der Rumpf aufgehängt wird. So kann er sich unmöglich verziehen
und ist
darüber hinaus für uns von allen Seiten frei zugänglich.
Wir werden häufig gefragt, warum wir einen so riesigen Nachbaumaßstab
für
die Beaver gewählt haben. Der wichtigste Grund ist natürlich,
dass ein
Modell in dieser Größe einfach fantastisch aussieht. Ein weiterer
ist die
Größe der insgesamt 12.000 (!) Alunieten, die das Modell zusammen
halten.
Für die Beaver verwenden wir die kleinsten am Markt erhältlichen
Blindnieten. Durchmesser des Nietkopfes: 4,5 mm. Eine Originalniete für
die
Beaver misst 6 mm, was im Maßstab 1:2,5 einen Durchmesser von 2,4
mm
bedeutet hätte. Um die Nieten an der Beaver optisch korrekt erscheinen
zu
lassen, haben wir die Abstände der Nieten zueiander unmerklich vergrößert,
was man mit bloßen Auge allerdings nicht sehen kann.
Die Materialstärke des verwendeten Aluminiums spielt auch eine Rolle—die
Beplankungsbleche für die Beaver sind nur 0,3 mm dick. Bei einem kleineren
Modell hätten wir die Materialstärke auf 0,1 mm reduzieren müssen,
doch
derart dünne Bleche können auf unseren Wasserstrahl- und
Laserschneidemaschinen nicht mehr bearbeitet werden.
Außerdem wollten wir ein Modell bauen, dass nicht nur wie das große
Vorbild
aussieht, sondern sich auch in der Luft genau so verhält. Die Massenträgheit
unsere Beaver ist der des Originals so nahe, dass man die ‚Kleine’ von
der
Großen im Flug beim besten Willen nicht unterscheiden kann.
|
|