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Beaver auf Schwimmern (s.u.)
Beaver auf Skiern (in Planung)
Kameraausrüstung
Die Beaver auf Schwimmern
Als wir unsere Beaver in Angriff nahmen, war uns von vorne herein klar,
dass wir die Maschine auch mit Schwimmern bauen würden. Nach der Flugsaison
2008 haben wir dann mit der Konstruktion begonnen.
Die Schwimmer werden genau wie beim Original gefertigt. Die Anzahl der
Spanten sowie die Beplankungsstöße der Aluminiumbleche entsprechen
exakt dem Vorbild. Auf der Oberseite der Schwimmer befinden sich mehrere
Wartungsklappen, um jeden Winkel inspizieren und eingedrungenes Wasser
mittels einer Handpumpe abpumpen zu können. (Dies gehört übrigens
bei allen manntragenden Wasserflugzeugen zur Vorflugkontrolle, da kein
Schwimmer auf Dauer absolut dicht ist.) Auch die Ruder sind steuerbar und
können nach dem Start hoch gezogen (und nach der Landung wieder nach
unten geklappt) werden.
In jedem Schwimmer befinden sich 10 Schottwände, und die Wandstärken
der Aluminiumbleche reichen von 0,4 mm bis 0,8 mm. Pro Schwimmer werden
etwa 4.000 Nieten verarbeitet, und jede davon muss wasserdicht gemacht
werden. Die Schwimmer sind 270 cm lang und das Gewicht liegt bei 8 kg;
ein Päarchen bringt inklusive Verbindungsstreben 20 kg auf die Waage.
Im Vergleich: Das Räderfahrwerk wiegt 6 kg und somit ergibt sich ein
Mehrgewicht von ungefähr 14 kg, doch damit wird der große Moki
mit seinen 23 PS locker fertig. Das Gewicht der Maschine wird somit von
92 kg auf 106 kg anwachsen; das Leistungsgewicht steigt von ursprünglich
4,0 kg/PS mit Räderfahrwerk auf 4,6 kg/PS mit Schwimmern. Die Originalmaschine
hat übrigens ein Leistungsgewicht (je nach Zuladung) zwischen 3,6
kg/PS und 5,1 kg/PS—auch hier sieht man wieder, wie sehr unsere Beaver
dem großen Vorbild gleicht.
Uns war klar, dass sich, wie beim Original, die Fluggeschwindigkeit auf
Grund des größeren Luftwiderstandes um etwa 20% verringern würde.
Auch die Startstrecke auf dem Wasser würde deutlich länger ausfallen,
denn die Beaver muss erst einmal den Widerstand des Wassers überwinden,
um in die Gleitphase zu kommen. Erst dann—wenn die Maschine sich
gerade eben über der Wasseroberfläche befindet—erfolgt
die eigentliche Beschleunigung bis zur Startgeschwindigkeit.
Nach einigen Monaten intensiver Arbeit waren wir dann endlich soweit.
Anfang Juli 2009 nahmen wir unsere Beaver mit ans Wasser und Pilot James
Metternich zögerte nicht lange. Genau wie das große Vorbild
pflügte die Maschine durchs Wasser und hob nach ungefähr 100
Metern ab. Auch die Landung verlief ohne irgendwelche Probleme—das
Experiment war geglückt!
Technische Daten
Länge (ohne Ruder): 2700 mm
Breite maximal: 395 mm
Höhe: 325 mm
Spurweite: 1168 mm
Volumen: 150 Liter pro Schwimmer
Gewicht (mit Streben): 20 kg
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